Photographieren im Museum

Von vielen Besuchen in bedeutenden Museen weiß ich, dass man (ohne Stativ und Blitz) photographieren darf, z.B., um nur einige herausragende Kunstsammlungen zu nennen, im Louvre, im Metropolitain Museum NY, in der Münchener Pinakothek, in der Hamburger Kunsthalle und in den Staatlichen Museen von Berlin. Dort weiß man eben, dass die aus der Hand geschossenen Photos den Profiaufnahmen der Museen keine Konkurrenz machen können, und dass den Museeumsshops keine Einbuße widerfährt.

Wenn ich also in einem anderen Museum keine Aufnahmen machen darf, fühle ich mich einer sonst üblichen Freiheit beraubt und empfinde das Verbot als Willkürmaßnahme ohne erkennbare Begründung. Der Kunsthausbesuch wird dann für mich zum Abenteuer, indem ich die jeweilige Saalaufsicht zu überlisten versuche und mit einer kleinen Digitalkamera trotzdem das eine oder andere Photo mache. In Gedanken genieße ich bereits die Möglichkeiten der fortschreitenden Miniaturisierung, die es dereinst erlauben wird, die unsinnigen Verbote ad absurdum zu führen.

Es geht aber auch anders: als ich vor Jahren in Winterthur eine Handzeichnung von Menzel partout nicht ablichten durfte und, wie üblich, auch keine Kunstpostkarte davon angeboten wurde, habe ich mir selbst eine Kopie gemacht. Das dauerte zwar etwas länger, machte mir aber das Vergnügen, etwas ungestraft davontragen zu können, was man mir nicht freiwillig geben wollte.



8.5.07 19:00

Letzte Einträge: Kreuzwortaufgabe, Gedankensplitter, Drachentöter, Gewissensfrage, Tack – tack – tack – tack. . ., Umzug

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K. (9.5.07 00:50)
RABE WIDA

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